Stahlskulptur von Sabine Hornig wird eingeweiht
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Abbildung: Studio Sabine Hornig
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Foto:
Michael Lüder / BKV Potsdam
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Foto: Münchner Stadtmuseum,
Sammlung Fotografie,
Archiv Barbara Niggl Radloff
Arendts Sentenz weist auf die Perspektivenvielfalt der menschlichen Existenz hin. Es lautet: „Nicht der Mensch bewohnt diesen Planeten, sondern Menschen. Die Mehrzahl ist das Gesetz der Erde.“ Mit diesem „zurückhaltenden, jedoch eindringlichen Zitat“, so Hornig, gehe es ihr „um die Sensibilisierung gegen jegliche Art von Vorurteilen Gruppen und Minderheiten gegenüber, die in unserem Sprachgebrauch oft unbewusst angelegt“ seien.
Politisch ist Hornigs Arbeit eine Mahnung. Arendt versteht die Pluralität einer freien Gesellschaft nicht einfach als Quantität, die sich in Wahlen auszählen lässt und Mehrheiten bildet. Sie beschreibt die Beziehung zwischen den Menschen einer Gesellschaft wie ein Beziehungsnetz, das sich aus unterschiedlichen Erfahrungen und Interaktionen knüpft. Die Philosophin, die bedeutende Beiträge zur Totalitarismus-Forschung geleistet hat, spricht von der Menschheit als einer „Vielheit, die die paradoxe Eigenschaft hat, dass jedes seiner Glieder in seiner Art einzigartig ist“.
In einer Zeit politischer Zuspitzung und ausgrenzender Ideologien mahnt Hornigs Werk, Vielfalt und Verschiedenartigkeit als Grundkonstante aller Humanität zu sehen, statt nach Homogenität und Abgrenzung zu streben.
Im BKV war Sabine Hornig zuerst 2017 in einer Gruppenausstellung zu sehen. Von 2025 bis 2026 hat der Verein dann ihre vielbeachtete 43 Meter langen Collage „Im Zwischenraum des utopischen Gedächtnisses“ präsentiert, die sich mit Fragen von Demokratie und Öffentlichkeit und dem politischen Vermächtnis der Moderne beschäftigte.
